Wenn dich jemand wieder dahin schicken will, wo der Pfeffer wächst, dann mach dir keine Sorgen. Das Land, in dem der Pfeffer wächst, ist nämlich ein wahres Paradies.

Geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“

Die Redensart „Geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“ ist als Wunsch gedacht, dass man jemanden, den man nicht mehr sehen will, ganz weit weg wünscht, in ein Gebiet, in dem man ihn in absehbarer Zeit nicht mehr begegnet. Es gibt aber auch noch eine andere Erklärung für diese Redensart. Sie bezieht sich auf die Strafkolonien in Französisch-Guayana mit der Hauptstadt Cayenne. Versteht sich von selbst, dass das Land für den Pfefferanbau bekannt war. Die Redensart wünscht den Gesprächspartner in eine der Strafkolonien in dem Land. Der berühmteste Sträfling der Kolonie war Alfred Dreyfus, der von 1895 bis 1899 auf der Teufelsinsel (Île du Diable) inhaftiert war.

Eine Stature in Sansibar, die an den Sklavenhandel erinnert.

Eine Statue in Sansibar, die an den Sklavenhandel erinnert.

Du siehst, die Redensart wünscht dich meistens in eine sonnenreiche Gegend. Und Pfeffer ist, neben Salz, ein unverzichtbares Gewürz in Speisen. Wusstest du, dass Pfeffer einmal so wertvoll war, dass es mit Gold abgewogen wurde?

Heute sind die größten Anbauländer von Pfeffer Vietnam, Indonesien, Indien, Brasilien und Malaysia. Weltweit werden etwa 200.000 Tonnen Pfeffer jährlich produziert. Geschätzt wird der Wert einer Jahresweltproduktion von Pfeffer auf 300 bis 600 Millionen US-Dollar.

Sansibar – der Geheimtipp

Hast du schon mal was von Sansibar gehört? Nein, ich meine nicht das Restaurant auf Sylt, was erstaunlicherweise auch als Erstes auf Google erscheint, nein, ich meine die Insel. Sansibar wird oft auch als „kleine Schwester“ von Tansania betitlelt. Aber warum ist von Sansibar mit seiner umfassenden Schönheit so wenig bekannt?

Wo liegt Sansibar eigentlich? Sansibar ist eine Inselgruppe im Indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas. Eigentlich besteht Sansibar auch aus zwei Inseln: Einer größeren Insel, deren eigentlicher Name Unguja ist, dessen umgangssprachlicher Name nur Sansibar ist, und einer kleineren, nördlich gelegenden Insel, genannt Pemba. Die Meisten, die hierher kommen nutzen die Insel nur als Zwischenstopp vor Tansania, um sich ein paar Tage in der Sonne zu aalen. Ich habe dir drei Gründe aufgelistet, warum du Sansibar auf jeden Fall besuchen solltest, und nein, nicht nur wegen dem Pfeffer.

Die Strände Sansibars

Türkis-blaues Wasser und weißer Sand am Strand auf Sansibar.

Türkis-blaues Wasser und weißer Sand am Strand auf Sansibar.

Der erste Grund sind einfach die traumhaften Strände. Und ist das allein nicht schon Grund genug? Wer würde nicht gerne an solchen Stränden liegen? Schließ die Augen und stell dir vor: weißer Sand unter deinen Füßen, türkisblaues Meer vor deinen Augen und riesige Kokospalmen. Hier sind die Palmen noch so, wie sie wachsen, anders als auf dem Festland, wo sie klein gezüchtet werden, damit sie einfacher zu ernten sind. Denn das hier ist ein Geheimtipp, keine Touristenhochburg. Schau doch mal, ob du nicht einen günstigen Deal für Urlaub auf Zanzibar findest. Vielleicht hast du ja Glück, den berühmten „Butterfly“ zu treffen, einen Palmenkletterer. Dieser ist besonders als Sänger auf der Insel bekannt. Jeder kennt ihn, wie er, als wäre es das Einfachste der Welt, von Palme zu Palme hüpft, um die Kokosnüsse zu ernten, und dabei „Jambo Bwana“, einen Hit aus Kenia singt. Der Job als Palmenkletterer ist ziemlich gefährlich, da die Palmen bis zu 30 Meter hoch werden können. Doch wenn man „Butterfly“ zuschaut, könnte man denken, das sei das Einfachste der Welt.

Bootstour auf Sansibar

Dass du eine Bootstour zum Schnorcheln machen solltest, wenn du hier bist, brauche ich nicht zu sagen. Die Korallenriffe und das klare Wasser muss man einfach ausgenutzt haben. Solltest du Delfine sehen wollen, dann musst du dich zum Süden der Insel begeben und dort eine Bootstour buchen. Keine Sorge, die Mitarbeiter bringen dich nur so nah an die intelligenten Tiere, dass sie keinen Stress haben.

Du magst es eher sportlich? Dann bist auch du hier richtig. Denn hier kannst du nicht nur Kitesurfen oder Wellenreiten, sondern richtige Geheimtipps unter den Surfspots entdecken.

Traditionelles Fischerboot in Sansibar / Zanzibar.

Traditionelles Fischerboot in Sansibar / Zanzibar.

Wenn du also nächstes Mal jemanden zum Pfeffer wünschst, dann denk daran, dass du ihn nur in ein Land der Sonne wünschst. Warum ist Sansibar jetzt aber ein Land, wo der Pfeffer wächst? Ganz einfach, der Pfeffer liebt die Sonne. Nicht nur auf Sansibar wird er angebaut, sondern auch auf Madagaskar, Indien, Indonesien und Malaysia. Mit der Sonne auf der Pflanze kann sie schnell bis zu 10 Meter hoch werden.

Interessant: Im Mittelalter wurden eigentlich alle exotischen Gewürze allgemein als „Pfeffer“ bezeichnet.

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