Vergängliche Reiseziele

Diese Orte wird es in einiger Zeit (vielleicht) nicht mehr geben

Reisen macht Spaß. Schließlich ist unsere Erde voller Vielfalt. Das zeigt sich natürlich nicht nur an den Menschen und deren unterschiedlichem Aussehen, sondern auch an der Natur. Top Reiseziele versprühen meist einen ganz einzigartigen, originalen und authentischen Charme, der als kulturelles Erbe erhalten bleiben sollte. Aber wie alles im Leben sind auch Orte vergänglich, unterliegen diese doch einem unaufhaltsamem Prozess, der wieder Platz für Neues, neue Kulturen, neue Orte und neue Reiseziele macht.

Viele Orte werden aber auch gerade durch den zunehmenden Tourismus und auf andere Art und Weise von uns Menschen selbst zerstört. Eine Reihe der Orte, die unsere Nachfahren eventuell nicht mehr besuchen können, habe ich dir hier zusammengestellt.

Zu viel Tourismus auf den Galapagos Inseln

Das Archipel in Ecuador ist das reinste Paradies auf Erden und Lebensraum für faszinierende Tiere und Pflanzen. Aber so gerne wir alle reisen, übertreiben sollte man es nicht. Der Zuwachs an Touristen steigt hier von Jahr zu Jahr an und sorgt dafür, dass neue Hotels, Restaurants und Co. gebaut werden. Allerdings wird dadurch die unberührte Natur zerstört und der eigentliche Charme der Inselgruppe geht verloren. Bleibt zu hoffen, dass die Reisenden statt Unterhaltungsmöglichkeiten wieder mehr den Ort an sich schätzen lernen. So bliebe den Galapagos Inseln und den dort Lebenden Arten dieses Schicksal erspart.

Kurz vorm Absaufen: Die Malediven

Rund 80% der Malediven liegen gerade mal einen knappen Meter über dem Meeresspiegel. Wenn der Anstieg des Meeresspiegels so weiter verläuft wie momentan, werden die Malediven die kommenden 100 Jahre nicht überstehen. Ähnliches gilt übrigens auch für die Bahamas.

Panorama of the tropical beach in Thailand

Das Great Barrier Reef ist ein Opfer der Wasserverschmutzung

Wenn wir unsere Gewässer weiterhin in der Form verschmutzen, wie es derzeit der Fall ist, werden wir 2030 etwa 60% aller Korallenriffe weltweit auf dem Gewissen haben. Dazu gehört natürlich auch das bekannte Great Barrier Reef in Australien.

Venedig: Allseits bekanntes vergängliches Reiseziel

Einer der bekanntesten vergänglichen Reiseziele ist sicherlich Venedig. Die letzten 100 Jahre haben die Überschwemmungen hier stetig zugenommen. 1900 waren es noch weniger als 10 Überschwemmungen pro Jahr – im Jahre 2000 brachte es Venedig auf mehr als 60. Zwar ist ein milliardenschweres Damm-Projekt geplant, was den Untergang Venedigs leider jedoch nur ein wenig herauszögern wird. Bleibt zu hoffen, dass eine Lösung gefunden wird, um dieses kulturelle Erbe zu erhalten.

Venezia, barca ormeggiata davanti a casa.

Das Tote Meer ist dem Tode geweiht

Durch die zunehmende Klimaerwärmung – sei sie nun selbstverschuldet oder einfach eine Folge der wiederkehrenden Hitze- und Kälteperioden auf der Erde – schrumpfte das Tote Meer in den letzten 40 Jahren kontinuierlich. Wenn es in dieser Form weitergeht, könnte es sein, dass es das Tote Meer irgendwann nicht mehr geben wird.

Die Alpen sind ein weiteres Opfer der Erderwärmung

Auch in Jahrzehnten werden die Alpen immer noch ein beeindruckender Gebirgszug sein. Allerdings schlägt auch hier die Erderwärmung zu – durch die steigenden Temperaturen wird es u.U. die faszinierenden Eislandschaften der Alpen nicht mehr geben.

Die Alpen in Österreich

Madagaskar – (noch) Lebensraum für Lemuren und Co.

Madagaskar bietet Lebensraum für wunderbare Tiere, wie Lemuren – jedes Kind kennt die interessanten Menschenaffen aus den “Madagaskar”-Trickfilmen. Allerdings werden die Wälder auf Madagaskar stetig abgeholzt, was den Lebensraum dieser Tiere bedroht. Wenn es so weiter geht, ist Madagaskar bald nur noch eines – Brachland.

Die Wälder im Kongo wird es nicht mehr lange geben

Auch im Kongo werden Unmengen von Wäldern zerstört, um unglaubliche Mengen an Holz zu generieren. Um dir eine Zeitspanne der Zerstörung zu geben: In nur 25 Jahren wird es die Natur mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten hier nicht mehr geben.

Luftverschmutzung greift Steine des Taj Mahal an

Seit 1632 gibt es dieses 58 Meter hohe Wahrzeichen in Agra, Indien bereits. Allerdings verfärben sich die Steine hier enorm, da die Luftverschmutzung hier extrem hoch ist. Auch der Menschenandrang ist enorm, weshalb die indische Regierung mittlerweile erwägt, das Mausoleum für die Öffentlichkeit zu schließen.

Taj Mahal, Agra, India, on sunset

Wie du siehst bzw. liest, haben wir vieles selbst in der Hand. Wenn wir eine Reise genießen und den Ort, an dem wir Urlaub machen, wertschätzen, statt einfach nur ein neues Party-Reiseziel an einem exotischen Ort von der Tourismusbranche präsentiert bekommen wollen, haben einige Sehenswürdigkeiten noch eine Chance. Auch die Verschmutzung der Meere und die Klimaerwärmung können wir (höchstwahrscheinlich) selber aktiv eindämmen. Andere Reiseziele hingegen werden nach und nach verschwinden, ohne, dass wir etwas dagegen tun können.

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